Die Rollstuhl-Tasche

Caris Taschen, Rollstuhl-Tasche
Rollstuhl-Tasche

Eine Rollstuhl-Tasche für Christa!

Ich betreue eine alte Dame – die liebe Christa. Christa ist stolze 91 Jahre alt, lebt in einem Pflegeheim und sie ist seit einiger Zeit auf den Rollstuhl angewiesen. Ihre Handtasche kann sie nicht mehr benutzen und so hatte sie ihren ganzen Kram in einem Leinenbeutel, den sie an der Armlehne ihres Rollis gehängt hat. Dieser Beutel kam immer in die Speichen und war inzwischen dreckig und kaputt. Da musste es doch eine bessere Möglichkeit geben… Also musste eine Tasche her, die

  1. am Rolli zu befestigen ist und zwar so, dass sie nicht verloren geht.
  2. einen festen Rücken hat, damit sie nicht in die Speichen kommt.
  3. einfach zu öffnen und schließen ist und nur ein Fach hat, damit es nicht zu kompliziert ist.
  4. aus einem abwischbaren Material ist – außen und innen(!).
  5. möglichst auch noch nett aussieht bei der ganzen Zweckmäßigkeit.

Als Material habe ich hochwertiges schwarzes Kunstleder genommen. Innen habe ich einen beschichteten Baumwollstoff mit Blütenmuster verwendet. Klettbänder, über Kreuz gesetzt, dienen als Verschluss in allen möglichen Positionen und sind wegen der geringen Auflagefläche leicht zu öffnen.  Die Ränder habe ich mit Webband umnäht. Der Rücken ist mit einer festen Pappe verstärkt. Die Aufhängung ist aus Gurtbändern, von denen eines mit einem Klettverschluss versehen ist, damit man die Tasche anbringen und natürlich auch wieder abnehmen kann. Zur Verschönerung habe ich dann ihre Initialen auf den Deckel gestickt.

Das Ganze funktioniert allerdings nur, da meine Christa entweder geschoben wird, oder sich mit den Füßen vorwärts bewegt – also die Griffe an den Rädern nicht benutzt.

Ich war erstmal ganz begeistert, weil alles so passte, wie ich es mir gedacht hatte, denn ich hatte ja den Rolli beim Nähen nicht dabei, sodass ich zwischendurch nicht mal probieren konnte. Allerdings ist meine Christa gar nicht so begeistert. Obwohl wir vorher alles besprochen hatten, konnte sie sich daran nicht mehr richtig erinnern und wollte ihren Leinenbeutel wiederhaben. Das war ihr alles zu neu und zu kompliziert. Puuh… was denn nun? Die ganze Arbeit umsonst? Ich habe es mit viel gutem Zureden und mindestens fünf Übungseinheiten versucht und schließlich haben wir einen Kompromiss geschlossen: Bis ich sie das nächste Mal besuchen komme, versucht sie sich daran zu gewöhnen. Und wenn es gar nicht geht, besorge ich ihr einen neuen Leinenbeutel. Ja, ja… meine liebe Christa!


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